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Liebe KundInnen! Am 26. Juni 2019 ist die MieterHilfe aufgrund betrieblicher Erfordernisse ab 12 Uhr geschlossen.

Glossar

© WSW/J. Fetz
Hier finden Sie die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Mietrecht.

Räumungsexekution (Delogierung)

Die zwangsweise Räumung (Delogierung) eines/einer MieterIn darf nur gerichtlich (!) durchgeführt werden. 

  • Voraussetzung dafür ist ein rechtskräftiges Urteil oder eine rechtswirksame Kündigung des Mietverhältnisses.

  • Nach Ablauf der Räumungsfrist setzt das Gericht über Antrag des/der VermieterIn einen Räumungstermin fest.

  • Wenn die Wohnung bis dahin nicht zurückgestellt worden ist, wird die Wohnung unter Aufsicht des/der GerichtsvollzieherIn geräumt.

  • Der Wohnungsinhalt – sofern nicht nur Gerümpel vorhanden ist - wird von einer Spedition in eine Lagerhalle zur Aufbewahrung gebracht. Dokumente, Geld etc. muss der/die GerichtsvollzieherIn mitnehmen.

Richtwertmietzins

Der sogenannte Richtwertmietzins oder Richtwertzins kommt für Altbaumietwohnungen zu tragen, die vor 9. Mai 1945 errichtet und ab dem 1. März 1994 angemietet wurden. Er setzt sich aus dem Richtwert und den Zu- bzw. Abschlägen zusammen.

Der aktuelle Richtwertmietzins (Stand 1. April 2019) beträgt in Wien: € 5,81

Oft stellt sich heraus, dass die in Mietverträgen vereinbarten Zuschläge überhöht sind, bzw. das Gesetz hier sehr großzügig von VermieterInnen interpretiert wird. Regelungsmängel und die unklare Definition von Zuschlägen im Richtwertsystem führen dazu, dass VermieterInnen in der Praxis dazu neigen, bei den Zuschlägen sehr „kreativ" zu sein (wie z.B. nicht zulässiger Zuschlag für Kellerabteil, WC getrennt von Bad). Weil es keine gesetzliche Verpflichtung dazu gibt (ausgenommen beim Lagezuschlag, dieser muss verpflichtend angeführt werden), werden in den Mietverträgen sehr oft Zu- und Abschläge gar nicht detailliert aufgelistet, sondern vielmehr ein „Gesamtmietzins" vorgeschrieben. Dies macht es für Mieter besonders schwierig zu erkennen, ob der Hauptmietzins korrekt ist.

Apropos Abschläge, auf diese wird seitens der VermieterInnen immer wieder gerne vergessen, besonders oft der gesetzlich vorgeschriebene Abschlag von 25% bei befristeten Verträgen. Aber auch Abschläge für geringere Kategorie (Kat. B minus 25%, Kat. C minus 50%) oder Erdgeschoß Straßenlage (minus 5-15%) finden sich so gut wie nie in den Mietverträgen.

Ein kostenloser Mietvertrags-Check bei den ExpertenInnen der Mieterhilfe zahlt sich also immer aus.

Zusätzlich können sich MieterInnen mit wenigen Mausklicks einen schnellen Überblick, ob ihre Miete korrekt ist, mit dem kostenlosen Wiener Mietenrechner verschaffen.

Eine Entwicklung des Richtwertes für Wien von 1994 bis 2019 finden Sie hier.

Zusatzinformation: Bundesgesetzblatt zum Richtwertmietzins

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